Schlagwort-Archive: mambo

salsa dynamite from a new generation

bei surfen ist der mensch ja meist unterwegs wie ein zugpferd, und zwar auf ausgetretenen pfaden. zumindest geht es mir meist so. doch ab und an schleichen sich veränderungen in die virtuellen bewegungsmuster, und ich entdecke, im wahrsten sinne des wortes völlig neue seiten.

so geschehen vor einiger zeit, wobei die seite selbst jetzt auch nicht sooo erwähnenswert war, deswegen bin ich mal so dreist und tue es auch nicht. doch innerhalb des artikels fand sich der name der band `the new generation´. da ich komischerweise auf sechziger/ siebziger latin-bands mit englischem namen irgendwie immer sofort anspringe, war natürlich sofort mein interesse geweckt … Weiterlesen

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great psychedelic salsa bruta sounds!

selig sind die momente in denen man musik entdeckt die einem aus der seele spricht.

das problem ist nur, das die eigene seele sich in einem konstanten formierungsprozess befindet. im gegensatz zur `aufgenommenen´und dadurch zeitlich fixierten musik, bleibt also der eigene `gusto´ nicht stabil an bestimmte musik gebunden. zumindest ist das bei mir so.

sicherlich gibt es songs und künstler die mir seit jeher beim konsum ihrer werke  große bewunderung, respekt oder auch emotionale ergriffenheit abverlangen, doch generell entwickelt sich die eigene hörvorliebe parallel zu alltäglichen und identitären interessen. und selbst die `all-time-favorites´ wandeln sich, nur eben viel langsamer.

jetzt bin ich beim diggen auf mehrere alben gestossen, die ich euch hier in folge einiger posts vorstellen will … Weiterlesen

basics in musicality – salsa tanzen und rhythmus

dieser artikel versucht eine erste einführung in die basics der rythmischen und musikalischen strukturen der salsa und ihrer tausend geschwister zu geben. er richtet sich in erster linie an tänzerInnen und speist sich im wesentlichen aus meine eigenen erfahrungen als tanzlehrer und tänzer, meiner recherche als student der afrokaribischen geschichte und gesprächen mit befreundeten musikern und tänzern der letzten jahre.

salsa – bewegte geschichte, jeden tag

Mit Geschichten von Liebe und Heimat, Schmerz und Glück erzählt die Salsa in New York, Cali, San Juan und Lima den Metropolen Amerikas, den Sound der Menschen in den Armenvierteln der sechziger, siebziger und achtziger Jahre.
Die Musik wurde geboren in einem bunten, harten Alltag in Spanish Harlem, Manhattan, Brooklyn und der Bronx. Viertel mit Küchen und Strassenecken voller Cha Cha, Mambo, Son und Salsa in der einen Nachbarschaft und ein paar Strassen weiter voll Jazz, Funk, Soul und Rock und Blues.

Der Sound der Barrios war ein wahrer Melting Pot für heiße Eisen. In den wilden 60er und 70er Jahren gaben damalige Teenager, Kinder der Arbeitsmigrannten in verschiedenster Generationen wie Joe Cuba, Hector Lavoe, Willie Colon und Frankie Dante der Jugend eine Stimme, während alte Helden wie Tito Puente, Cachao, Machito oder Joe Cotto die große Palladium Ära beendeten.

Die mehr als 2 Millionen Menschen aus Puerto Rico, Cuba, der Republica Dominicana und dem Rest Amerikas erschufen seit den vierziger Jahren eine eigene Kultur, eine eigene Identität.
Eine Mischung aus PuertoriCan, DominiCan, MexiCan, … und Nueva York/Nuyork.

Nuyorica/n

Diese Kultur war und ist die Stimme Latin New Yorks in all seinen musikalischen, politischen, kulinarischen und anderen Facetten. So vielfältig wie die Kultur der New Yorker Latin Community war auch das Tanzen.

Im Ballet-, Musical-, Modern- und Jazz-Tanzmekka New York, der Stadt des Broadway gab es fruchtbare Symbiosen mit der gesamten Afrokaribik. Son, Rumba, Afro oder Mambo trafen auf die Hustle-Nightclub und anderen Profitänzer der Szene.

Die aus dieser kulturellen Mischung entstandene Soße – die Salsa, wurde musikalisch und tänzerisch die Stimme eines ganzen Kontinents.

viele rhythmen – ein groove – salsa, 4/4 takt und clave

Die Musik hat ihren Ihre Wurzeln im amerikanischen Zentrum des spanischen Kolonialreichs – Kuba. Hier entstanden im ausgehenden 19ten beginnenden 20ten Jhdt., in den Straßen, auf den Plantagen und Höfen der Insel die Rhythmen und Stile die im wesentlichen das Fundament der Salsa bilden, Son, Rumba, Folclor Afrocubano, Bolero und Danzon.

um tanzschritte und musik zu vereinen, ist es zentral zu verstehen welche regeln und rhythmen die musik ticken lassen… Weiterlesen

Back on the Streets – New Swing Sextet’s rumbling return

dieses album will ich euch nun schon seit bald sechs wochen vorstellen, und auch in meiner letzten sendung hatte ich es im koffer. irgendwie hüpften mir aber immer andere scheiben aus der tasche und auf die teller.

hier ist es nun, ein album der woche, dass die reinkarnation des nuyork mambo verkörpert wie kein zweites:

new swing sextet – back on the streets – a taste of spanish harlem vol. II

das new swing sextet hat in den 60er und 70er jahren definitiv den new latin sound der ära mitbegründet. zusammen mit künstlern wie johnny colon; den lebron brothers, willie colon, joe bataan und dem anderen großen new yorker sextet von joe cuba schufen sie den sound des `barrio´, den pacheco und masucci kurze zeit später als salsa vermarkten sollten.

sie haben nun nach fast 40 jahren (!!!) ein neues album aufgenommen das keineswegs vergleiche irgendwelcher art scheuen muss. auch ohne die ohnehin existente reputation als old-school heros, haben sie ein großartig swingendes und klingendes salsa/mambo album produziert. dessen sound führt zwar die alten zeiten des rauen straßensounds glorios vor augen, doch die produktion des ganzen ist im allgemeinen glatter und smoother.

und diese smoothness ist keinesfalls schlecht, zum teil erinnert es an den tief groovenden und extrem tanzbaren sound von grupo latin vibe oder direct latin influence.

das album beinhaltet einige hammer eigenproduktionen, wie zum beispiel el tiroteo mit einem schönen zitat aus joe arroyos bam bam (quiri bin bam bam). ein anderer dancefloorkiller ist auf jeden fall el bongo. der song hat den unverwechselbaren NSS-groove der mich auf der pista glücklich macht.

selbstverständlich werden auch alte eigene songs wie z.b. bobo eres tú (ursprünglich vom Orquesta Harlow aufgenommen, aber von einem früheren NSS bandmitglied geschrieben),  oder cover bekannter clásicos (Buenas Noches Cheché von Machito und Tito Rodríguez), Joe Cuba’s el ratón (hier mit einem rap-part), El Balcón Aquel (von Tito Rodríguez) und einige andere vorgestellt.

und die beste nachricht an dieser besprechung ist folgender myspace konzertkalender

03.Okt.2008 20:00
Crystal Salsa Party, Krakow, Poland Krakow, Poland
12.Nov.2008 22:00
Oakland, California – TBA Oakland, California
14.Nov.2008 22:00
The Sportsmen’s Lodge, Studio city, California Studio City, California
15.Nov.2008 22:00
Seattle, TBA Seattle, Washington
28.Nov.2008 22:00
Salsa Todo Latino Festival, Athens Greece Athens
20.Feb.2009 22:00
Salsafestival Switzerland Zurich, Zurich

wie man sieht spielen sie im oktober, november und februar in europa! das lässt hoffnungen darauf zu, dass es konzert- oder festivalveranstalter gibt die die jungs hoffentlich bald in deutschland booken.

da wird bei mir immer ein bischen schmerz wach, dass solche bands hier so selten live zu hören sind. zu salsa live zu tanzen ist mit dj-food leider nicht vergleichbar.

parallel wird auch die vorfreude auf das kommende wochenende geweckt: antillianse festival in hoogstraten … ich sage nur chichi peralta, grupo gale, son de cali, monchy y alexandra, wisin y yandel, … en vivo y directo!!!

das wird übrigens auch das thema meiner sendung in diesem monat, und diesesmal mit einer „altbekannten“ stimme an meiner seite.

Willie Rodriguez 2008 – Live at Willies Steakhouse

Wie einige schon mitbekommen haben, war mein Album der letzten Woche `Heat Wave´ von Willie Rodriguez und Leo Casino aus dem Jahre 1964. Heute möchte ich euch das neueste Album von Willie Rodriguez vorstellen `Live at Willie’s Steakhouse´.


Das Album ist ziemlich jazzy, aber dabei sehr tanzbar.

das ist bei den bandmitgliedern auch nicht weiter verwunderlich, nicky marrero (fania all-star), dave valentin, andy gonzalez „just to name a few“.

das album wurde wie der name schon sagt im `Willie’s steakhouse´in der bronx aufgenommen, und ist super aufgenommen und produziert. das spielerische feeling der livesession kommt beim hören gut rüber.

als ich es bei meinem tanzkurs aufgelegt habe, gab es den ein oder anderen kommentar zu den vocals die zum teil etwas chet baker mäßig daherkommen. ich finds super, ist aber wie ich gemerkt hab nicht jedermans (oder in diesem falle fraus) sache.

hier ein alltime-jazz classic, den ich in der version von lionel hampton extrem lieben gelernt habe. diese version, hat mir den tune auf den dancefloor gebracht.

gracias willie

Willie Rodriguez – On green dolphin street

der nächste ist ein eigener tune von willie, der wirklich rockt. also dreht die anlage auf, sucht euch euren favourite dancepartner und a gozarrrr!!!

Willie Rodriguez – Meet me at Willies

wie schon die vorherigen male hat mir ein kleines eichhörnchen geflüstert, ihr solltet hier mal klicken für’s album

mambo and the movies – c³ – cocinando con clave – neue show am montag den 21.07 um 21:00 uhr

am vergangenen donnerstag habe ich meine zweite show aufgenommen.
ich habe mir dieses mal ein hohes ziel gesteckt, und es schlußendlich auch recht ordentlich umgesetzt wie cih meine.

mein plan für die sendung war, eine sendung zu mambo and the movies, soll heißen eine sendung über die beiden filme die die letzten zweieinhalb jahrzehnte der latinmusic und auch mich wohl am meisten geprägt haben – Dirty Dancing (1)

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und Salsa – the Motion Picture „It’s hot“.
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Vor allem Dirty Dancing ist ein film dessen umgang mit mambo meiner meinung nach nicht gänzlich unkommentiert stehen gelassen werden kann. vor allem die ethnische konstellation von protagonistInnen ist recht interessant. ein afroamerikaner auf die gesamte akteursriege. und dieser ist kein geringerer als charles „honi“ coles, dieser spilt hier den „latino“ tito suarez.

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coles ist seines zeichens tapdancer und choreograf der u.a. für dizzy und cab collaway tanzte.zwei der galionsfiguren des cubop und gute freunde von mario bauza dem godfather of latinjazz.
ein netter link zwischen den beiden filmen ist der choreograf kenny ortega, der hier sein potential beweist die salsa einmal als „whitewashed-mamboshow“ und einmal als genuine latinoshit zu interpretieren.
aber zu viel will ich auch nicht vorweg nehmen, mein anliegen war es die filme zu kontextualisieren und historisch einzuordnen, vielleicht eher einzurahmen im ersten falle.
im zweiten teil stelleich neben einigen schönen neuen tunes die u.a. dj el curandero ausgegraben hat, eines meiner lieblingsalben vor: Hey Sister – Monguito Santamaria
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ein album das einen der tunes mit dem dicksten bass meiner kenntnissphäre aufweist. habe ich natürlich auch gespielt das ding.

als ihr lieben ich freu mich auf euch, wenn es wieder heißt: pa pa pa   pa pa – estamos … cocinando con clave  am montag den 21.07 um 21:00 uhr

cocinando en el aire – sendin beatwaves thru the web

la clave sound geht on air (web).

Am donnerstag habe ich mit tatkräftiger unterstützung von mario al dente die erste sendung „cocinando con clave“ aufgezeichnet.

ich war ehrlich gesagt ziemlich aufgeregt, und etwas übermüdet. da mich 1. die sendung lang wach gehalten hat, und 2. meine wundervolle tochter mich morgens früh auf trab gebracht hat.

jetzt ist sie „eingetütet“ wie mario es schön formuliert hat und muss nur noch gemastert werden.

hier die playlist zur sendung:

Mongo Santamaria – Sofrito (Sofrito, Vaya, 1976)

Jimmy Sabater con Son Boricua – Salchicha con Huevo (Mo, Cobo, 2002)

Ruben Blades – Juan Pachanga (Bohemio y Poeta, Fania, 1979)

Hector Lavoe – Bandolera (Comedia, Fania,1978)

Conexion Latina – Calorcito (Calorcito, Enja 1984)

Alegre All Stars – Guajira en F (Lo mejor, Alegre, 1962)

Joe Cuba Sextett – La palomilla (Bailadores, Tico, 1965)

New Swing Sextet – My favourite things (Swinging along, Cotique, 1970)

Freddy y sus Afrolatinos – Maltrato (Panama! Latin, Funk and Calypso on the Isthmus 1965-75, Soundway)

Charie Palmieri – Al vaiven de mi carreta (Electro duro, Coco, 1974)

Grupo Latin Vibe – La llave (All that vibe, Latin Vibe, 2005)

DLI – La la la (DLI 2, DLI Music, 2005)

Susie Hansen – La Salsa nunca acaba (The Salsa never ends, Jazz caliente, 2002)

Joe Arroyo – Rebelión (Me fugue a la candela, Discos Fuentes, 1986)

Gedicht: Miguel Piñero – The Book of Genesis According to St. Miguelito (Algarín, Miguel, Holman, Bob, Aloud: Voices from the Nuyorican Poets Café, Henry Holt New York, 1994)

The Book of Genesis According to St. Miguelito

by Miguel Pinero

Before the beginning

God created God

In the beginning

God created the ghettos & slums

and God saw this was good.

So God said,

„Let there be more ghettos & slums“

and there were more ghettos & slums.

But God saw this was plain

so

to decorate it

God created leadbase paint and then

God commanded the rivers of garbage & filth

to flow gracefully through the ghettos.

On the third day

because on the second day God was out of town

On the third day

God’s nose was running

& his jones was coming down and God

in his all knowing wisdom

knew he was sick

he needed a fix

so God

created the backyards of the ghettos

& the alleys of the slums

in heroin & cocaine

and

with his divine wisdom & grace

God created hepatitis

who begat lockjaw

who begat malaria

who begat degradation

who begat

GENOCIDE

and God knew this was good

in fact God knew things couldn’t git better

but he decided to try anyway

On the fourth day

God was riding around Harlem in a gypsy cab

when he created the people

and he created these beings in ethnic proportion

but he saw the people lonely & hungry

and from his eminent rectum

he created a companion for these people

and he called this companion

capitalism

who begat racism

who begat exploitation

who begat male chauvinism

who begat machismo

who begat imperialism

who begat colonialism

who begat wall street

who begat foreign wars

and God knew

and God saw

and God felt this was extra good

and God said

VAYAAAAAAA

On the fifth day

the people kneeled

the people prayed

the people begged

and this manifested itself in a petition

a letter to the editor

to know why? WHY? WHY? qué pasa babyyyyy?????

and God said,

„My fellow subjects

let me make one thing perfectly clear

by saying this about that:

NO . . .. . .. . ..COMMENT!“

but on the sixth day God spoke to the people

he said . . . „PEOPLE!!!

the ghettos & the slums

& all the other great things I’ve created

will have dominion over thee

and then

he commanded the ghettos & slums

and all the other great things he created

to multiply

and they multiplied

On the seventh day God was tired

so he called in sick

collected his overtime pay

a paid vacation included

But before God got on that t. w. a.

for the sunny beaches of Puerto Rico

He noticed his main man Satan

planting the learning trees of consciousness

around his ghetto edens

so God called a news conference

on a state of the heavens address

on a coast to coast national t. v. hook up

and God told the people

to be

COOL

and the people were cool

and the people kept cool

and the people are cool

and the people stay cool

and God said

Vaya . .…

Frankie Dante y su Orquests Flamboyan – Ciencia politica (Los salseros de acero, Cotique, 1976)

Album der Show:

Cheo Feliciano – Cheo (Vaya, 1976)

Track 1 – Anacaona

Track 9 – Medianoche y sol

The Cesta All Stars – Delirio (The Cesta All Stars Salsa Festival Vol. 2, Coco, 1974)

Willie Bobo and the Bo Gents – How can I say goodbye (Do what you wan’t to do, Sussex, 1971)

Mongo Santamaria – Afrocuban Fantasy (Red hot, Columbia, 1979)

die sendung läuft ab heute jeden dritten montag um 21:00 uhr auf soulsender.de –> http://www.soulsender.de/?page_id=422

1 luv