Archiv der Kategorie: tanzen

antilliaanse feesten hoogstraten 2008

das  wochenende vom 08.08 bis zum 10.08.2008 war für mich einer der höhepunkte dieses jahres, und wird schwierig zu toppen sein. ich sage mal ganz dreist: komme was wolle!

ich war, wie ja schon angekündigt,  zusammen mit drei freunden auf dem antilliaanse festen in hoogstraten belgien. und es war sogar noch besser als ich erwartet hatte. allerdings auf eine andere art und weise.

hatte ich vorher assoziationen zum festival in richtung salsa exodus gehabt, wurde mir bei genauerem studium des line ups schnell klar, dass dies wohl nur bedingt zutreffen würde.

das war dann auch so, und im nachhinein war das auch gut so… Weiterlesen

heavy shit nr. 3!!! dirty dancing 2008

liebe leute jetzt ist es vorbei mit michael jackson dissing.

das hier ist so derb, dass es mir jeglichen kommentar verschlägt.

wenn jemand im ansatz dachte shakiras bodyisolation wäre eine besondere form der körperkontrolle, FORGET IT!!! die lady in diesem clip rotiert mit ihren extrem wohlgeformten hips alles nieder was irgendwann schon mal hip hop gesagt hat.

bevor ihr diesen clip startet geht sicher das ihr euch erstens grad nicht in nervösen zuständen befindet (herzkreislaufprobleme oder ähnliches) und zweitens keine menschen unter sagen wir mal 16 jahren in eurer nähe sind… Weiterlesen

flaco navaja – urban streetpoetry at it’s best

hier mal wieder etwas aus dem wortreichen spanglishspeakin kosmos der nuyorican poets. hier ein tributo a pedro pietri von flaco navaja und richard sanz im legendären nuyorican poet’s café.

die stimmliche und performative bandbreite von flaco navaja finde ich extrem beeindruckend. wie er zwischen canto und gesprochenem wort, zwischen ton- und stimmlagen, stimmungen, ausdrücken und seinen beiden muttersprachen sprachen wechselt ist wirklich gut.

auch seine bühnenerscheinung ist ziemlich fresh, urban streetpoetry at it’s best.

hier ein auftritt von flaco auf der top notch label night im rahmen eines crime jazz events in rotterdam/bitterzoet. das scheint bei betrachtung der website eine ziemlich coole party- und veranstaltungsreihe zu sein.

neben flaco ist da noch ein hip hop act (winne/u-niq)  aufgetreten, der im video aber nicht so überzeugend rüberkommt.

das was flaco da vom stapel lässt ist auf jeden fall der passende kommentar zu dem vorherigen irakpicturepost von mir.

der typ ist auf jeden fall mal ein smartcat am mic. seine texte sind einfach auf den punkt gebrachte kritik an politischem geschehen, in kombination mit muskalisch-gesanglichen rückbezügen auf seine nuyorican roots, very nice!

abgesehen von seinen skillz als poet, ist flaco navaja auch noch sänger bei der new yorker band yerba buena.

die bomba von den morenas vorne auf der bühne ist sabor puro! diese afroelfe geht ja mal sowas von ab, asi se goza!

und da schließt sich der kreis, aufmerksame leser vorheriger beiträge werden denken MOMENT: viva la raza parties @ cielo club??!!! ja genau, das ist die partyreihe für die der nuyorker artist santiago flyer wie diesen gemacht hat (beitrag zu santiago –> latin arts 2008)

yerba buena sehen sich selbst als urban jibaros, die das kulturelle erbe puerto ricos sprich bomba, plena und den canto jibaro ins 21ste jahrhundert transportieren und ihr den atem der megalopolis new york einhauchen.

also wenn das mal nicht inspiriert und kraft für den alltäglichen struggel gibt.

ich bin gespannt was flaco in der zukunft so aus seinem dreabelockten mastermind zaubert.

entonces mi gente, que se mantengan sabroso …

latin arts 2008

nach diesem extrem antrebgenden und paradoxerweise gleichzeitig erholsamen wochenende, bin ich nun wieder in der lage zu schreiben. den versprochenen festivalreport gibts selbstverständlich auch noch, das muss aber etwas warten bis ich alle videos, fotos, etc. bei youtube und co. hochgeladen habe.

das wird info galore!

derweil etwas nices für zwischendurch.

bei meinen flügen durch latinweb bin ich auf den latin artist santiago und seine freshe webseite mit dem schönen namen riceandbeanz.net gestoßen.

der gute santiago versteht es mit einem style zwischen graffiti, airbrush-ästhetik und malerei bis comic-arts seine visionen umzusetzen. thematisch arbeitet er viel zur nacktheit schöner frauen, was mir in diesem falle nicht unbedingt zusagt, weil ich es zum teil etwas kitschig finde.

hier ein beispiel, nett ist allerdings, dass er auf einigen bildern über die pseudoromantikkitschundsoftcore ästhetik vieler artists aus diesem genre hinaus geht und details für sich sprechen lässt.

trotzdem nicht meins.

viel ansprechender finde ich seine arbeiten zu urbanen oder zu nuyorican themen. in der tradition identitärer diskurse der puerto rican community NuYorks, greift er klassische bilder auf wie den puerto rican santo und vater der (quasi)nation pedro albizu campos

oder er portraitiert den padre de la comunidad boricua en nueva york, tito puente

natürlich darf la salsa como musica nacional boricua nicht fehlen

oder er malt ziemlich unkitschig und reduziert ein tanzendes paar. dieses bild hat mich mit am meisten geflasht (was für einen mamboadicto nicht so verwunderlich ist). die abstraktion und das farbspiel finde ich ziemlich gelungen. auch das la raza label fügt sich gut ein.

und jetzt kommt das dickste: dieses bild ist ein flyer für die viva la raza parties @ cielo club in NYC.

auf dieser party haben schon leute wie bryan vargas y ya esta gespielt!!! hier ein snippet von ihrem gig,  hammer! und dann als ersten tune `la banda´ vom besten orchester der welt, dem spanish harlem orchestra, my man! was geht denn bitte besser?!

zum schluß habe ich noch ein bild von ihm das ich für mich als kompromiss zwischen nuyoricanness und eroticismo gelten lassen kann.

ich finds nice und sag euch damit für heute adios ….

Back on the Streets – New Swing Sextet’s rumbling return

dieses album will ich euch nun schon seit bald sechs wochen vorstellen, und auch in meiner letzten sendung hatte ich es im koffer. irgendwie hüpften mir aber immer andere scheiben aus der tasche und auf die teller.

hier ist es nun, ein album der woche, dass die reinkarnation des nuyork mambo verkörpert wie kein zweites:

new swing sextet – back on the streets – a taste of spanish harlem vol. II

das new swing sextet hat in den 60er und 70er jahren definitiv den new latin sound der ära mitbegründet. zusammen mit künstlern wie johnny colon; den lebron brothers, willie colon, joe bataan und dem anderen großen new yorker sextet von joe cuba schufen sie den sound des `barrio´, den pacheco und masucci kurze zeit später als salsa vermarkten sollten.

sie haben nun nach fast 40 jahren (!!!) ein neues album aufgenommen das keineswegs vergleiche irgendwelcher art scheuen muss. auch ohne die ohnehin existente reputation als old-school heros, haben sie ein großartig swingendes und klingendes salsa/mambo album produziert. dessen sound führt zwar die alten zeiten des rauen straßensounds glorios vor augen, doch die produktion des ganzen ist im allgemeinen glatter und smoother.

und diese smoothness ist keinesfalls schlecht, zum teil erinnert es an den tief groovenden und extrem tanzbaren sound von grupo latin vibe oder direct latin influence.

das album beinhaltet einige hammer eigenproduktionen, wie zum beispiel el tiroteo mit einem schönen zitat aus joe arroyos bam bam (quiri bin bam bam). ein anderer dancefloorkiller ist auf jeden fall el bongo. der song hat den unverwechselbaren NSS-groove der mich auf der pista glücklich macht.

selbstverständlich werden auch alte eigene songs wie z.b. bobo eres tú (ursprünglich vom Orquesta Harlow aufgenommen, aber von einem früheren NSS bandmitglied geschrieben),  oder cover bekannter clásicos (Buenas Noches Cheché von Machito und Tito Rodríguez), Joe Cuba’s el ratón (hier mit einem rap-part), El Balcón Aquel (von Tito Rodríguez) und einige andere vorgestellt.

und die beste nachricht an dieser besprechung ist folgender myspace konzertkalender

03.Okt.2008 20:00
Crystal Salsa Party, Krakow, Poland Krakow, Poland
12.Nov.2008 22:00
Oakland, California – TBA Oakland, California
14.Nov.2008 22:00
The Sportsmen’s Lodge, Studio city, California Studio City, California
15.Nov.2008 22:00
Seattle, TBA Seattle, Washington
28.Nov.2008 22:00
Salsa Todo Latino Festival, Athens Greece Athens
20.Feb.2009 22:00
Salsafestival Switzerland Zurich, Zurich

wie man sieht spielen sie im oktober, november und februar in europa! das lässt hoffnungen darauf zu, dass es konzert- oder festivalveranstalter gibt die die jungs hoffentlich bald in deutschland booken.

da wird bei mir immer ein bischen schmerz wach, dass solche bands hier so selten live zu hören sind. zu salsa live zu tanzen ist mit dj-food leider nicht vergleichbar.

parallel wird auch die vorfreude auf das kommende wochenende geweckt: antillianse festival in hoogstraten … ich sage nur chichi peralta, grupo gale, son de cali, monchy y alexandra, wisin y yandel, … en vivo y directo!!!

das wird übrigens auch das thema meiner sendung in diesem monat, und diesesmal mit einer „altbekannten“ stimme an meiner seite.

part time lover cover von fania???

wie ihr seht beschäftigt mich das thema immer noch, und vorgesternbin ich dann drauf gekommen.

na klar!! habe ich mir gedacht, das `part time lover´-cover gibt es doch! und zwar von bobby valentín und heißt logischer weise `amor a medio tiempo´

hier als sänger rafu wagner und im coro man höre und staune luisito carrion, der auch viel mit roberto roena zusammengearbeitet hat (er singt zum z.B. den hammer tune `con el apollo´ ).

rafu wagner ist auch als „el hombre del amor a medio tiempo“ in die annalen der salsa eingegangen und teilt sich durch den megaerfolg dieses songs, das schicksal mit sängern wie beipielsweise „senor lluvia“  eddie santiago, die auf jedem konzert diesen „einen“ song spielen müssen.

ich kann auf jeden fall verstehen das man ihn mit diesem song verbindet, der song ist nämlich großartig, und extremly sensitive….

the world of dancing – bill shannon aka. the crutch vs. salah

gestern abend habe ich zwei der flashigsten performances seit langer zeit gesehen.

auf unserem carbibbeanbeatsfest radio sabor am vergangen freitag hat mir mein homie mirco (bastlaz) von dem popping und locking monster (2 breakdance stile) salah aus frankreich erzählt. aufmerksam geworden habe ich natürlich gleich bei youtube ein bischen rumgesucht, und bin fündig geworden.

ich finde extrem bemerkenswert das salah hier eine zirkusreife (im allerbesten sinne des wortes) performance abliefert.das ist meiner meinung nach artistik auf höchstem niveau. aber strassenartistik eben. breakdance meets artistik meets zirkus meets pantomime. einfach der hammer.

da sieht man das der junge die „niederen formen“ urbaner strassenkultur durch seine performance in die „hohen hallen“ der bühnenkultur transportiert ohne einen deut realness zu opfern. dicksten respekt!

ein weiteres fast noch bemerkenswerteres video ist das folgende

meine freundin hatte mir vor einiger zeit schon von bill shannon aka. the crutch erzählt, den sie durch zufall in einer doku gesehen hatte. gestern abend habe ich mir die zeit genommen mir die youtube videos mal anzusehen, und ich muss sagen ich war (mal wieder) sprachlos. bill shannon leidet an einem irreparablen hüftgelenksdefekt und kompensiert diese motorische einschränkung durch eine eigene bewegungsform. in obigem musikclip von rjd2 rockt bill shannon einfach mal alles nieder mit seinem bewegungs-, tanz- und skatestil. das fand ich einfach unglaublich.

hier noch eine kurzdoku zu shannon, in der etwas mehr von ihm und seiner kunst dargestellt wird.

da sieht man mal wieder das tanz die grenzen aller klassenschranken und körperbilder überwindet.

in diesem sinne: free your mind and get dancing the hell out of your asses!!!