Archiv der Kategorie: kunst

afro- und worldmusic im netz – afropop.org: african diaspora online

beim suchen von artikeln und interviews bin ich in letzter zeit immer wieder auf diese seite gestoßen
www.afropop.org.das ganze basiert af einem netzwerk von u.a. namhaften künstlerInnen, kulturwissenschaftlerInnen und aktivistInnen wie

angelique kidjo,

youssou n’dour.

ned sublette, …

die seite entstand aus einer radio show, und ist mittlerweile eine „searchable database“ die für musik- und kulturgeschichts interessierte auf jeden fall einen besuch wert ist.

hier habe ich auch das interview mit ned sublette gefunden (aus meinem post zu abakua).

hier gibt es auch gute infos zu musik aus afrika und america latina.

viel spaß beim stöbern, hören und lesen.

das coolste aber find ich das sie auch kochrezepte präsentieren.

nette blogs zu kubanischer musik und kultur, oder zu „music and culture“ generell sind diese beiden:

http://cubafile.blogspot.com/
http://musicandculture.blogspot.com/

baile afrocubano, abakuá and frankie martinez

beim fliegen durch das netz habe ich dieses goldstück gefunden.

ich muss mal wieder sagen ich bin sprachlos (im übertragenen sinne)! dies ist der dritte teil einer choreografie die die afrolatin group tanzt, die tänzerin hier ist doricel martinez. die geschmeidigkeit und der flow der bewegungen sind echt mal beeindruckend. ausserdem find ich spannend wie sie die pasos und movimientos kommentiert. war schon aufschlussreich für mich, welche bewegung sie changó, elegua oder den anderen santos zuordnet.

hier seht ihr doricel bei einer performance zu palo musik (palo monte ist neben der bekannteren santeria eine weitere afrokubanische religion, der ein nymbus von dunklen riten anhängt/magia negra brujeria).

spannend fand ich hier das mich viele ihrer bewegungen an die performances von meinem großen helden frankie martinez erinnern. der gute soll ja auch einige zeit auf kuba verbracht haben und dort baile aforcubano/afrocaribeno studiert haben.

hier mit seiner partnerin lori perez auf dem boogaloo babalú – richie ray y bobby cruz (ein babalú/babaláo ist ein santeria priester)

naja, nicht zuletzt der name seiner company (abakua dancers) verweist darauf. die abakua waren eine afrokubanische geheimgesellschaft, die um die jahrhundertwende 19./20. jhdt. entstanden ist, und in der der männlicheitskult ziemlich im mittelpunkt stand. es gab einige rituale, von denen einige ziemlich blutig für unsere verhältnisse (und die der kubanischen behörden der damaligen zeit) gewesen sein sollen. abgesehen davon, haben sie eigene rhythmen, musik und tänze gehabt, die heute fester bestandteil der afrokubanischen folklore sind. ein sehr bekannter abakua war übrigens beny moré.

hier sieht man den gigante bailando abakua.

hier ein interview zu abakua von dem cuba-spezialisten ned sublette

uh man, was für ein tag. luis reyes rivera, tony touch and giannina braschi @ current tv

das habe ich bei meinem research auch noch entdeckt.

hammer kurzdoku zu „what’s nuyorican“ mit bezauberndem host jael de pardo!

oh man,
you have to see this one. nice short documentary about: what is nuyorican?
gorgeous host jael de pardo presents her hometown and the leading institutions of latino culture in NYC.

it’s worth every second seeing it.

very nice stuff

piri thomas about children

i’ve just found that poem doing research for my thesis.
man, that left me speachless thinkin about my own behaviour …


Piri Thomas – Sermon from the Ghettos


I speak for myself
as my mind rushes back into time
when I held in my hands
a beauty that was truly mine.


I was a child
running through dark ghetto streets
letting the sea of hatred and bigotry
wash over me.
I was too young to know.
But Momma filled my eyes
with the wondrous city,
where there was pity,
and all its pearly gates.
And oh, yeah, all the beautiful wisdoms
that flow from up there.

Hey, world, sit not in churches
and bend your knees in prayer.
And mouth not the words of Christ
of peace on earth and goodwill to all
if you know in your hearts that
you are truly lying, lying.
Oh, America, hey, world!
Do not spread a table with good food and comfort,
such as never seen by the children of your fellow human-beings,

Don’t buy toys for your children bought at the price
of other children sacrificed,
Build not your golden gardens
on the blood of children crucified,
Oh America, hey world,
For while you are smiling and living well,
black children, brown children, red children,
yellow children, white children, multi-colored children,
children, children, children,
because of your hypocrisy,
because of greed
are dying, physically,
mentally, spiritually,
and secretly in broad daylight,
broad daylight.

A child out of twilight
Flying towards sunlight.
Born anew at each A.M.
Like a child out of twilight
Flying towards sunlight
Born anew at each A.M.

here you can download it or just listen to piri reading his poem

http://tooroque.kilu.de/poetry/sermon.aiff