Archiv der Kategorie: kunst

soulsender wird 1 und lässts krachen

der sender auf dem ich als latinmusicmoderator freudig nd herzlich willkommen geheissen wurde wird 1.

grund genug ordentlich musik auszupacken und sie clubgerecht zu präsentieren… Weiterlesen

alte sendungen – c³ in der dose – das c³-archiv

hier meine gelaufenen sendungen als c³-archiv zum nachhören.

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afrospanish flamencofunk – concha buika

wie ihr bei meinem post zu öykü und berk gesehen habt, bewege ich mich grad in flamencoesquen gefilden.
und das tue ich nicht von ungefähr, ich hatte ja schon geschrieben, dass mein vater dieser musik sehr nahe steht.

doch nochmal auf den geschmack gebracht hat mich meine freundin als sie diese unglaubliche musikerin ausgegraben hat.

concha buika ist auf den balearen aufgewachsen, ihre familiären bezüge gehen aber auf äqutorialguinea zurück. sie ist also ihres zeichens afro-balearin. sie selbst sagt sie sei unter gitanos groß geworden, was man ihr bei dem klang ihrer stimme auch sofort abnimmt… Weiterlesen

flaco navaja – urban streetpoetry at it’s best

hier mal wieder etwas aus dem wortreichen spanglishspeakin kosmos der nuyorican poets. hier ein tributo a pedro pietri von flaco navaja und richard sanz im legendären nuyorican poet’s café.

die stimmliche und performative bandbreite von flaco navaja finde ich extrem beeindruckend. wie er zwischen canto und gesprochenem wort, zwischen ton- und stimmlagen, stimmungen, ausdrücken und seinen beiden muttersprachen sprachen wechselt ist wirklich gut.

auch seine bühnenerscheinung ist ziemlich fresh, urban streetpoetry at it’s best.

hier ein auftritt von flaco auf der top notch label night im rahmen eines crime jazz events in rotterdam/bitterzoet. das scheint bei betrachtung der website eine ziemlich coole party- und veranstaltungsreihe zu sein.

neben flaco ist da noch ein hip hop act (winne/u-niq)  aufgetreten, der im video aber nicht so überzeugend rüberkommt.

das was flaco da vom stapel lässt ist auf jeden fall der passende kommentar zu dem vorherigen irakpicturepost von mir.

der typ ist auf jeden fall mal ein smartcat am mic. seine texte sind einfach auf den punkt gebrachte kritik an politischem geschehen, in kombination mit muskalisch-gesanglichen rückbezügen auf seine nuyorican roots, very nice!

abgesehen von seinen skillz als poet, ist flaco navaja auch noch sänger bei der new yorker band yerba buena.

die bomba von den morenas vorne auf der bühne ist sabor puro! diese afroelfe geht ja mal sowas von ab, asi se goza!

und da schließt sich der kreis, aufmerksame leser vorheriger beiträge werden denken MOMENT: viva la raza parties @ cielo club??!!! ja genau, das ist die partyreihe für die der nuyorker artist santiago flyer wie diesen gemacht hat (beitrag zu santiago –> latin arts 2008)

yerba buena sehen sich selbst als urban jibaros, die das kulturelle erbe puerto ricos sprich bomba, plena und den canto jibaro ins 21ste jahrhundert transportieren und ihr den atem der megalopolis new york einhauchen.

also wenn das mal nicht inspiriert und kraft für den alltäglichen struggel gibt.

ich bin gespannt was flaco in der zukunft so aus seinem dreabelockten mastermind zaubert.

entonces mi gente, que se mantengan sabroso …

latin arts 2008

nach diesem extrem antrebgenden und paradoxerweise gleichzeitig erholsamen wochenende, bin ich nun wieder in der lage zu schreiben. den versprochenen festivalreport gibts selbstverständlich auch noch, das muss aber etwas warten bis ich alle videos, fotos, etc. bei youtube und co. hochgeladen habe.

das wird info galore!

derweil etwas nices für zwischendurch.

bei meinen flügen durch latinweb bin ich auf den latin artist santiago und seine freshe webseite mit dem schönen namen riceandbeanz.net gestoßen.

der gute santiago versteht es mit einem style zwischen graffiti, airbrush-ästhetik und malerei bis comic-arts seine visionen umzusetzen. thematisch arbeitet er viel zur nacktheit schöner frauen, was mir in diesem falle nicht unbedingt zusagt, weil ich es zum teil etwas kitschig finde.

hier ein beispiel, nett ist allerdings, dass er auf einigen bildern über die pseudoromantikkitschundsoftcore ästhetik vieler artists aus diesem genre hinaus geht und details für sich sprechen lässt.

trotzdem nicht meins.

viel ansprechender finde ich seine arbeiten zu urbanen oder zu nuyorican themen. in der tradition identitärer diskurse der puerto rican community NuYorks, greift er klassische bilder auf wie den puerto rican santo und vater der (quasi)nation pedro albizu campos

oder er portraitiert den padre de la comunidad boricua en nueva york, tito puente

natürlich darf la salsa como musica nacional boricua nicht fehlen

oder er malt ziemlich unkitschig und reduziert ein tanzendes paar. dieses bild hat mich mit am meisten geflasht (was für einen mamboadicto nicht so verwunderlich ist). die abstraktion und das farbspiel finde ich ziemlich gelungen. auch das la raza label fügt sich gut ein.

und jetzt kommt das dickste: dieses bild ist ein flyer für die viva la raza parties @ cielo club in NYC.

auf dieser party haben schon leute wie bryan vargas y ya esta gespielt!!! hier ein snippet von ihrem gig,  hammer! und dann als ersten tune `la banda´ vom besten orchester der welt, dem spanish harlem orchestra, my man! was geht denn bitte besser?!

zum schluß habe ich noch ein bild von ihm das ich für mich als kompromiss zwischen nuyoricanness und eroticismo gelten lassen kann.

ich finds nice und sag euch damit für heute adios ….

still a child?!

diese frage hat sich der boricua poet und mc fascious gestellt, die er in dem clip mit dem titel `child´zusammen mit Sierra DeMulder bieindruckend beantwortet.

ich bin auf fascious mc durch meine suche nach literatur zu nuyorican poetry gestoßen, und war erfreut was für eine breite an nuancen der herr an tag legt. von straightem mc’ing mit zum teil latent oder sark agressiver grundnote bis zu laid back spoken poetry ist bei ihm alles zu finden. und wie man gesehen hat, ist er auch ohne beat in der welt der sprachlich-versierten expresivität zu hause.

fascious wurde auf dem boricua culture portal cemiunderground.com gefeatured. das auch sonst einige interessante ausblicke auf aktuelle nuyorican culture bietet.
auch bekanntere nuyoricans wie tato lavieras yerba buena sind dort zu bewundern.

fascious ist mitglied des intangibles spoken word collective einem poets slam team, welches regelmäßig die slams zu rocken scheint.

das der gute auf jeden fall eine message hat die es wert zuzhören ist in dem folgenden video zu sehen. hier ein doper hip hop tune von ihm: `Anoxia’s Inertia´

es ist wirklich wert sich bei dem tune die mühe zu machen und auf die lyrics zu hören. fascious thematisiert hier die produktions und marketingmethoden der bekleidungsindustrie, auf ziemlich smarte art und weise, in kombination mit einem coolen video.

sein letzter satz bleibt auf jeden fall hängen, und ich nehm ihn mir mit in den alltag – you are an outcome of choices. so make sure decisions are wise.

the world of dancing – bill shannon aka. the crutch vs. salah

gestern abend habe ich zwei der flashigsten performances seit langer zeit gesehen.

auf unserem carbibbeanbeatsfest radio sabor am vergangen freitag hat mir mein homie mirco (bastlaz) von dem popping und locking monster (2 breakdance stile) salah aus frankreich erzählt. aufmerksam geworden habe ich natürlich gleich bei youtube ein bischen rumgesucht, und bin fündig geworden.

ich finde extrem bemerkenswert das salah hier eine zirkusreife (im allerbesten sinne des wortes) performance abliefert.das ist meiner meinung nach artistik auf höchstem niveau. aber strassenartistik eben. breakdance meets artistik meets zirkus meets pantomime. einfach der hammer.

da sieht man das der junge die „niederen formen“ urbaner strassenkultur durch seine performance in die „hohen hallen“ der bühnenkultur transportiert ohne einen deut realness zu opfern. dicksten respekt!

ein weiteres fast noch bemerkenswerteres video ist das folgende

meine freundin hatte mir vor einiger zeit schon von bill shannon aka. the crutch erzählt, den sie durch zufall in einer doku gesehen hatte. gestern abend habe ich mir die zeit genommen mir die youtube videos mal anzusehen, und ich muss sagen ich war (mal wieder) sprachlos. bill shannon leidet an einem irreparablen hüftgelenksdefekt und kompensiert diese motorische einschränkung durch eine eigene bewegungsform. in obigem musikclip von rjd2 rockt bill shannon einfach mal alles nieder mit seinem bewegungs-, tanz- und skatestil. das fand ich einfach unglaublich.

hier noch eine kurzdoku zu shannon, in der etwas mehr von ihm und seiner kunst dargestellt wird.

da sieht man mal wieder das tanz die grenzen aller klassenschranken und körperbilder überwindet.

in diesem sinne: free your mind and get dancing the hell out of your asses!!!