bei meiner regelmäßigen youtube visite habe ich gestern diesen netten clip entdeckt.
den typen fand ich sofort symphatisch. ne joode seele.
der typ is mal sowas von real kölsch, da können wir ganzen zugezogenen studikölner uns echt mal hinsetzen und zuschauen. vor allem ist das auch mal ein anderer blick auf köln als den den ich als studi so täglich mitbekomme. zülpicherstrasse als arbeiterviertel, in der eine gesamte familie mit drei generationen in einer wohnung wohnt? und der kommentar hier sei nix mehr kölsch ausser der laden der dort schrauben verkauft, lässt auch ein paar einblicke zu.
stichwort gentrification, ich habe mich mit einem altkölner unterhalten der mir erzählt hat das sülz ein arbeiterviertel gewesen sei!!! und lindenthal eben bürgerliches pflaster.
naja lindenthal ok, aber sülz??? ich verweise (als vater mit geschultem blick) auf die ganzen über dreißig jährigen muttis mit ihrem 800 euro bugaboo kinderwagen auf den spielplätzen, auf eine ausländerquote von max. 10 % und einen mietpreis der in köln auf jeden fall in der oberklasse liegt.
tja, wie uns das dieser nette kollege hier schön schildert, war das wohl mal anders.
wie ihr seht beschäftigt mich das thema immer noch, und vorgesternbin ich dann drauf gekommen.
na klar!! habe ich mir gedacht, das `part time lover´-cover gibt es doch! und zwar von bobby valentín und heißt logischer weise `amor a medio tiempo´
hier als sänger rafu wagner und im coro man höre und staune luisito carrion, der auch viel mit roberto roena zusammengearbeitet hat (er singt zum z.B. den hammer tune `con el apollo´ ).
rafu wagner ist auch als „el hombre del amor a medio tiempo“ in die annalen der salsa eingegangen und teilt sich durch den megaerfolg dieses songs, das schicksal mit sängern wie beipielsweise „senor lluvia“ eddie santiago, die auf jedem konzert diesen „einen“ song spielen müssen.
ich kann auf jeden fall verstehen das man ihn mit diesem song verbindet, der song ist nämlich großartig, und extremly sensitive….
gestern abend habe ich zwei der flashigsten performances seit langer zeit gesehen.
auf unserem carbibbeanbeatsfest radio sabor am vergangen freitag hat mir mein homie mirco (bastlaz) von dem popping und locking monster (2 breakdance stile) salah aus frankreich erzählt. aufmerksam geworden habe ich natürlich gleich bei youtube ein bischen rumgesucht, und bin fündig geworden.
ich finde extrem bemerkenswert das salah hier eine zirkusreife (im allerbesten sinne des wortes) performance abliefert.das ist meiner meinung nach artistik auf höchstem niveau. aber strassenartistik eben. breakdance meets artistik meets zirkus meets pantomime. einfach der hammer.
da sieht man das der junge die „niederen formen“ urbaner strassenkultur durch seine performance in die „hohen hallen“ der bühnenkultur transportiert ohne einen deut realness zu opfern. dicksten respekt!
ein weiteres fast noch bemerkenswerteres video ist das folgende
meine freundin hatte mir vor einiger zeit schon von bill shannon aka. the crutch erzählt, den sie durch zufall in einer doku gesehen hatte. gestern abend habe ich mir die zeit genommen mir die youtube videos mal anzusehen, und ich muss sagen ich war (mal wieder) sprachlos. bill shannon leidet an einem irreparablen hüftgelenksdefekt und kompensiert diese motorische einschränkung durch eine eigene bewegungsform. in obigem musikclip von rjd2 rockt bill shannon einfach mal alles nieder mit seinem bewegungs-, tanz- und skatestil. das fand ich einfach unglaublich.
hier noch eine kurzdoku zu shannon, in der etwas mehr von ihm und seiner kunst dargestellt wird.
da sieht man mal wieder das tanz die grenzen aller klassenschranken und körperbilder überwindet.
in diesem sinne: free your mind and get dancing the hell out of your asses!!!
Wie einige schon mitbekommen haben, war mein Album der letzten Woche `Heat Wave´ von Willie Rodriguez und Leo Casino aus dem Jahre 1964. Heute möchte ich euch das neueste Album von Willie Rodriguez vorstellen `Live at Willie’s Steakhouse´.
Das Album ist ziemlich jazzy, aber dabei sehr tanzbar.
das ist bei den bandmitgliedern auch nicht weiter verwunderlich, nicky marrero (fania all-star), dave valentin, andy gonzalez „just to name a few“.
das album wurde wie der name schon sagt im `Willie’s steakhouse´in der bronx aufgenommen, und ist super aufgenommen und produziert. das spielerische feeling der livesession kommt beim hören gut rüber.
als ich es bei meinem tanzkurs aufgelegt habe, gab es den ein oder anderen kommentar zu den vocals die zum teil etwas chet baker mäßig daherkommen. ich finds super, ist aber wie ich gemerkt hab nicht jedermans (oder in diesem falle fraus) sache.
hier ein alltime-jazz classic, den ich in der version von lionel hampton extrem lieben gelernt habe. diese version, hat mir den tune auf den dancefloor gebracht.
in diesem schönen und scheinbar custom-made video, singt er auf einer party mit einem smarten weißen jacket mit goldenem herz auf der brust. einfach der hammer.
man sieht ihm an wie er die musik liebt die er macht. wie er groovt und regelrecht mitschwooft, da freu ich mich jedesmal.
dazu noch die aufnahmen von NYC, da geht auf jeden fall einiges.
aber nun höre man mal auf die lyrics, vor allem auf den coro/refrain „que pena me da“ (ist auch der titel des songs). der song geht um das schicksal von seinen leuten (de su gente) in den usa. de su gente abusada, victimas de ignorancia (von seinen ausgebeuteten leuten, opfern der ignoranz). das fand ich im kontext dieses videos schon bewegend.
aufgefallen ist mir beim betrachten der tanzenden pärchen auch das da ja mal gar nix geht mit new york style salsa, von wegen on line oder on2! man sieht entweder der teil des videos ist gar nicht in new york aufgenommen (??? wohl eher nicht) oder salsa es un baile popular, und jeder tanzt wie ihm der sinn steht, bzw. die ethnisch-kulturelle prägung
ich bin darauf aufmerksam geworden als ich mich gerade bei studivz eingeloggt habe, und in diese schöne gruppe eingeladen wurde: „für die Leute lieben trinken Bier und hören die Musik“ zu der ich auf jeden fall gehöre.
dort hat der gründer im forum diesen freshen thread gepostet „shönne musik“ und da echt mal ein paar der ultraklassiker der salsa auf youtube ausgegraben. dicken respekt für diese schöne sammlung!
ihr lieben beim hören der sendung ist mir aufgefallen, ich hab quatsch erzählt.
`part time lover´ von sade, höhöhö, da wird sich wohl manch eine(r) gedacht haben MOMENT!!!der song is doch von stevie wonder. das stimmt das ist er.
es ist aber auch ein stevie cover auf dem album, und zwar `don’t you worry ’bout a thing´. der song den ich meinte war `smooth operator´ und ist auf diesem album hier zu hören
nettes teil mit ner wundervollen nummer von willie colon (quiero saber) und celias klassiker dem titeltune `bamboleo´.
alles ziemlich in richtung flamencoesquer gittarensounds. aber gut zu hören
Peruchin – Mulata rumbera, El marqués del marfil, 2005
José Curbelo – La la la, Live at the China Doll, 1946
Chano Pozo – Tin tin deo, El Tambor De Cuba, Cd 3
Tito Rodriguez – Sun sun babae, Tito Tito Tito, 1964
Tito Puente – Son montuno, Tambo 1960
Carabali – Carabali, Carabali, 1981
Lalo rodriguez – Ven devorame otra vez, Un nuevo despertar, 1988
Celia Cruz y Willie Colon – Son Matamoros, Salsa – It’s Hot! – Original Soundtrack 1988
Wilkins – Margarita, Salsa – It’s Hot! – Original Soundtrack 1988
Grupo Niche – Cali Pachanguero, Salsa – It’s Hot! – Original Soundtrack 1988
Charlie Palmieri – Mambo Show, Salsa – It’s Hot! – Original Soundtrack, The second album 1988
Javier Rivera & La Dimencion – Canto a Limon, , Salsa – It’s Hot! – Original Soundtrack, The second album 1988
Kékélé – Fungola Motema, Kinhavana, 2006
Bailatino – Conocí tu falsedad, Bailatino Llegó …con todo, 2003
Album des Monats: Monguito Santamaria – Hey Sister, 1969
- Nr. 3 Groovetime
- Nr. 4 Monguitos Theme
Nestor Torres – Tierra Colora, Latin Spectrum II, 2000
Azuquita Y Su Orquesta Melao – Guajiro Bacan, Pura Salsa, 1975
Roberto Roena – Que me castigue Dios, Roberto Roena y su Apollo Sound Lucky 7, 1976
Cal Tjader – ???Quizfrage???, Tjader plays Mambo, 1956
würd mich freuen euch als meine gäste auf dem soulsender begrüßen zu dürfen.
freu mich auch sehr über wie auch immer geartetes feedback.
auf dieser seite würde es sich ja sozusagen anbieten, wenn nicht sogar schon anbiedern will ich meinen.
beim suchen von artikeln und interviews bin ich in letzter zeit immer wieder auf diese seite gestoßen www.afropop.org.das ganze basiert af einem netzwerk von u.a. namhaften künstlerInnen, kulturwissenschaftlerInnen und aktivistInnen wie
angelique kidjo,
youssou n’dour.
ned sublette, …
die seite entstand aus einer radio show, und ist mittlerweile eine „searchable database“ die für musik- und kulturgeschichts interessierte auf jeden fall einen besuch wert ist.
hier habe ich auch das interview mit ned sublette gefunden (aus meinem post zu abakua).
hier gibt es auch gute infos zu musik aus afrika und america latina.
grade aus dem bett gefallen habe ich frühstückend die glotze angeschaltet und bin auf das ding tv hängen geblieben (man mags kaum glauben meine tochter schläft länger als ich).
dort gabs neben einen kurzen beitrag zum splash festival, ein interview mit sido. und ich muss sagen der gute hat mich extrem überrascht, sodass ich hier mal eine lanze für ihn brechen will (falls das bei euch noc nötig ist, und ich nicht der spätzünder bin).
sido hat sein neues album vorgestellt, und erzähllt warum er nicht mehr über ghetto schreibt („ich wohn da halt nicht mehr, da gibts jetzt andere. die sind eher prädestiniert“) extrem geflasht hat mich sein tune „augen auf“.
in dem er eine message an die elltern raushaut ihre augen aufzumachen und sich mit ihren kindern auseinanderzusetzen. ein bischen wie jay-z’s „hard knocked life“ mit kindern im chorus. der tune hat echt einen hammer beat und sido lyrics sind echt gut (und ziemlich tight).
als nette nebenanekdote hat sido erzählt woher der jägermeister stammt. er hat wohl eine zeitlang in braunschweig „vor der fabrik gecampt“ um sich seine rationen jägi abzuholen. da hat er erfahren das der gute deutsche schnaps eine besondere beziehung zum deutschen volke hat.
er geht zurück auf reichsjägermeister göring der seinen deutschen soldaten eine wohltat zukommen lassen wollte, die aufbaut und gesund ist. So entstand dann wohl der jägermeister
alles in allem eine angenehme überraschung vom besten rapper deutschlands.